Rollatoren

Rollatoren

Hilfsmittel zum sicheren Stehen und Gehen

Was sind Rollatoren und wer hat sie erfunden?

Rollatoren sind die am weitesten verbreiteten fahrbaren Gehhilfen. Sie helfen gehbehinderten oder körperlich schwachen Menschen dabei, ohne eine Hilfsperson sicher stehen und gehen zu können. Der erste Rollator wurde Anfang des 20.Jahrhunderts gebaut. Seine Erfindung hängt damit zusammen, dass es im Verlauf des 1.Weltkrieges sehr viele versehrte Soldaten gab, die auf Grund von Verletzungen und dem Verlust von Gliedmaßen Geh-Hlfen brauchten. Der Erfinder ist nicht bekannt, man weiß nur, dass er durch die schon Jahrhunderte vorher bekannten Gehbänke oder Gehböcke inspiriert wurde, die aber nicht über Räder verfügten und deshalb zum Gehen nicht wirklich praktisch waren. Die ersten rollenden Gehilfen hatten drei Räder, eine Art Lenkstange und Unterarmstützen. Rollator, Rollstuhl oder Mobility Scooter kaufen? Tompflege.de hilft Ihnen gerne! 

Welche Rollatoren-Arten gibt es heute?

Moderne Rollatoren gibt es im Prinzip in zwei Varianten, entweder aus Metall beziehungsweise Kunststoff oder aus Holz. Am häufigsten sieht man Aluminium-oder Carbon-Rollatoren. Diese sind sowohl innerhalb von Räumen als auch im Freien nutzbar. Sie haben vier leichtgängige Räder, von denen die zwei vorderen lenkbar sind sowie zwei Handgriffe. Früher war das Gestell so konstruiert, dass die Räder rechtwinklig zueinander standen, modernere Gestelle sind eher trapezförmig aufgebaut, das verbessert die Standfähigkeit. Wichtig ist auch, dass die Handgriffe sich je nach Körpergröße in der Höhe verstellen lassen und das Gefährt über Bremsen verfügt. Oft lässt sich das ganze Gerät auch zusammenklappen und so leichter im Auto oder in öffentlichen Verkehrsmitteln transportieren. Die nur noch selten benutzten Holz-Rollatoren sind nur für Haus und Wohnung geeignet. Dafür gibt es sie in der zur Einrichtung passenden Holzart. 

Gibt es Zubehör und Sonderanfertigungen?

Eine Sonderform des normalen Rollators ist das sogenannte Delta-Rad. Es besitzt nur drei statt vier Räder, wobei das einzelne Rad sich immer vorn befindet. Die Delta-Räder sind etwas wendiger und deshalb besonders in engeren Räumen praktisch. Allerdings sind sie durch die Dreieckform auch weniger standfest und können leichter umkippen. Zubehör kann man für fast alle Rollatoren kaufen. Es gibt sie in großer Auswahl. Das fängt an mit Sitzflächen mit-und ohne Rückenlehne und reicht über Einkaufskörbe, Einkaufstaschen und Gepäcknetze bis zu Tabletts, Stock-und Schirmhalterungen. Für spezielle Behinderungen gibt es außerdem Sonderanfertigungen. 

Wo kann man Rollatoren kaufen und zahlt sie unter Umständen die Krankenkasse?

Es gibt die praktischen Steh-und Gehhilfen im Fachhandel (Sanitätshäusern oder Reha-Shops) aber auch im Internet gibt es viele Anbieter. Man sollte aber immer darauf achten, dass die Geräte tüv-geprüft und wirklich sicher sind. In den meisten begründeten Fällen übernehmen die Krankenkassen die Kosten zumindest anteilig oder stellen zumindest Leihgeräte zur Verfügung.